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MORBUS CROHN
 

Morbus Crohn ist eine in Schüben verlaufende chronisch-entzündliche Darmerkrankung, deren Ursachen bis jetzt unbekannt sind. Die Entzündung kann alle Anteile des Verdauungstraktes betreffen, am häufigsten ist sie jedoch im Übergangsbereich vom Dünndarm zum Dickdarm lokalisiert. Typisches Symptom sind immer wieder auftretende Durchfälle, die von krampfartigen Schmerzen im rechten Unterbauch begleitet sein können. Bei der Mehrzahl der Betroffenen kommt es nach langjährigem Krankheitsverlauf zu Komplikationen wie Fistelbildung, Abszessen oder Darmverschluss, die häufig eine Operation erforderlich machen. Die endgültige Diagnose wird mittels Darmspiegelung, Röntgen, Ultraschall und Laboruntersuchungen gestellt. Die Therapie richtet sich nach dem Schweregrad der Erkrankung und reicht von durchfallhemmenden Medikamenten über Kortison sowie anderen entzündungshemmenden und immunsuppressiven Mittel bis hin zur Operation. Die Lebenserwartung ist trotz häufig notwendiger Operationen und möglicher Arbeitsunfähigkeit insgesamt nur gering eingeschränkt.

Der Morbus Crohn kann alle Abschnitte des Magen-Darm-Traktes befallen, einschließlich der Speiseröhre. Bevorzugt betroffen werden: Der untere Dünndarmabschnitt in zirka einem Drittel der Fälle, der Übergang zum Dickdarm in zirka 40 Prozent, Dickdarm und Analkanal in zirka 25 Prozent, andere Abschnitte eher selten (weniger als fünf Prozent). Es können gleichzeitig mehrere Darmabschnitte erkrankt sein, die durch gesunde Abschnitte voneinander getrennt sind (segmentaler, diskontinuierlicher Befall).

Ursachen